Der Ohlsdorfer Friedhof
alle Bilder dieser Seite © Christa Korallus


Die größte geschlossene Parkanlage Hamburgs ist der Hauptfriedhof Ohlsdorf. Dieser Park ist einmalig.
Der Friedhof besteht seit über 100 Jahren, genauer gesagt seit 1877.
Die Einrichtung eines neuen Friedhofes (damals außerhalb der Stadt) war notwendig geworden,
weil der alte Friedhof in der Nähe vom Dammtorbahnhof nicht mehr ausreichte.

Ein Wort des ersten Friedhofdirektors Johann Wilhelm Cordes (1840 - 1917)
soll hier an den Anfang gestellt werden:

"Der Friedhof soll nicht eine Stätte der Toten und der Verwesung sein.
Freundlich und lieblich soll alles dem Besucher entgegentreten und
dadurch der Ort aus der umgebenden Landschaft herausgehoben und geweiht werden."

Der Ohlsdorfer Friedhof ist heute die größte Begräbnisanlage der Welt und ist zu jeder Jahreszeit sehenswert.
Im Frühjahr, wenn die Natur langsam wieder erwacht und das Laub wieder herauskommt,
im Sommer, wenn man unter den herrlichen Bäumen Schatten und Ruhe findet,
im Herbst mit einer traumhaft schönen Färbung der vielen verschiedenen Laubbäume und Gehölze,
aber auch im Winter, der Park ist immer sehenswert.

Ende Mai/Anfang Juni ist die Zeit der Rhododendronblüte.
Die ersten Rhododendronbüsche waren nur als besondere Pflanzen gedacht, die an Wegrändern
oder in kleinen Gruppen Verwendung finden könnten, um etwas Farbe in das Grün zu bringen.
Jetzt sind diese Rhododendronbüsche aus dem Ohlsdorfer Friedhof nicht mehr wegzudenken,
und mit diesen Bildern beginne ich deshalb die Ohlsdorf-Seite.
Es werden im Laufe der Zeit noch viele Aufnahmen hinzukommen.





An der Cordesallee (benannt nach dem ersten Direktor des Friedhofes)
liegt auf der linken Seite etwas zurück der
Margarethenbrunnen.
Ein goldener Phoenix krönt das Gitterwerk,
das an Kunstwerke des Orients erinnert.
Das Bild kann vergrößert werden!
Die weitläufigen Parkanlagen werden immer wieder
durch kleine Seen und Teiche bereichert.



W
 

 











Das Massengrab für die fast 37.000 Toten der Bombennächte von 1943 liegt in der Nähe von Kapelle  13.
Im Kreuzungspunkt der riesigen Anlage steht das Mahnmal von dem Bildhauer Gerhard Marcks.



Das untere Bild kann angeklickt werden, damit man die Schrift auf der Info-Tafel lesen kann.






Kapelle 11

Der Ohlsdorfer Friedhof hat 12 Kapellen, in denen die Trauerfeiern bei Beisetzungen abgehalten werden.


Hier kann man im Größenvergleich sehr gut erkennen, wie gewaltig einige Rhododendronbüsche geworden sind.

In der Nähe des Haupteinganges steht dieses Mahnmahl für die Opfer der nationalsozialisten Gewaltherrschaft.
Die 105 Urnen enthalten Aschenreste und Erde aus 105 Konzentrationslagern und Haftanstalten.



Weitere 26 Urnen wurden vor dem Denkmal unter der hier abgebildeten Platte beigesetzt.






Zum Schluss auf dieser Seite noch ein paar Zahlen, aus denen man sehr gut die Größe dieses Friedhofes erkennen kann:

400 Hektar Gesamtfläche mit über 36.000 Bäumen und 15 Teichen
17 Kilometer Straßennetz
2 Buslinien verkehren auf dem Friedhof
8 Friedhofsgärtnereien
über 2 Millionen Besucher jährlich


Quelle: HAMBURG A-Z (HASPA)
Plan kann durch Anklicken vergrößert werden!


Weitere Informationen:





Literaturhinweis: DER OHLSDORF-FÜHRER
          Christians-Verlag



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